
Frei... wer?
Freinacht!
Fünf Typen aus dem Raum Augsburg, die seit 2009 gemeinsam Krach machen – und dabei ziemlich schnell gemerkt haben, dass „einfach nur nachspielen“ auf Dauer langweilig ist.
Bei uns treffen Rock, Pop und Pop-Punk auf mehrstimmige Vocals, eigene Arrangements und die gelegentlich fragwürdige Idee, einen Song einfach so umzubauen, wie er für uns besser funktioniert.
Wir sind keine glattpolierte Covermaschine und auch keine Band, die sich selbst wahnsinnig ernst nimmt. Was wir allerdings ernst nehmen, ist die Bühne. Wenn wir spielen, soll es drücken, Spaß machen und im besten Fall ein bisschen eskalieren.
Intern sind wir ein erstaunlich funktionierender Chaotenhaufen. Auf der Bühne inzwischen ziemlich eingespielt.
Und Schlager?
Nein.... also NEIN
Who's that guy?
Sebi
Main Vocals · Bandopa · seit 2009

Sebi ist seit Tag eins dabei und damit offiziell Teil des Problems.
Musikalisch begann alles allerdings erstaunlich seriös:
Schulchor, klassische Gesangsausbildung und Musical-Erfahrung in jungen Jahren.
Geprägt von Bon Jovi, Queen und Bruno Mars landete er irgendwann dort, wo diese Ausbildung zwangsläufig hinführen musste: bei Freinacht.
Neben den Main Vocals besteht seine selbstgewählte Aufgabe darin, als Bandopa ein Auge auf die jungen Wilden zu haben.
Wie erfolgreich das funktioniert, zeigt sich spätestens dann, wenn mitten im Gig spontan das komplette Programm umgeschmissen wird – für Sebi übrigens eher Highlight als Problem.
Er steht auf „First Date“ und „Don’t Stop Me Now“, hält dummes Gelaber für einen unverzichtbaren Bestandteil jeder Freinacht-Show und beschreibt die Band ziemlich treffend als „Chaosfamilie mit Soundtrack“.
Außerhalb der Bühne formt er Gärten. Und eine Sache sollte man sich merken: Nach Limettenwasser schickt man Sebi besser nicht zur Gagenabrechnung.

Patrick
Keys · Backing Vocals
pädagogische Aufholarbeit
Alles begann mit einem legendären Gastauftritt im Jahr 2014. Danach war Patrick offenbar nicht mehr loszuwerden.
Seine musikalische Grundlage stammt aus dem klassischen Klavierunterricht. Für alles Weitere tragen nach eigener Aussage High School Musical und Camp Rock die Verantwortung. Musikalisch geprägt haben ihn unter anderem The Fray, Sum 41 und Blink-182 – eine Mischung, die ziemlich gut erklärt, warum er heute zwischen Klaviertasten, Rockmusik und kontrolliertem Chaos gelandet ist.
Offiziell spielt Patrick Keyboard und singt Backing Vocals. Inoffiziell sieht er seine Hauptaufgabe in der pädagogischen Aufholarbeit innerhalb der Band. Die Erfolgsaussichten sind überschaubar.
Sein Live-Favorit ist „Time Is Running Out“ von Muse.
Freinacht bedeutet für ihn irgendwo zwischen familiärer Verbundenheit und leichter Belastungsstörung zu leben:
„Der Onkel, den keiner leiden kann, der aber einfach zur Familie gehört.“
Außerhalb der Band beschäftigt er sich mit Lehren und Lernen. Optisch und geistig bewegt er sich laut Eigeneinschätzung irgendwo zwischen genialem Intellekt und verwahrlostem Landstreicher.
Mare
Bass · Backing Vocals
emotionale Intelligenz
Gründungsmitglied seit 2009.
Bassist.
Backing-Sänger.
Philosoph.
Revolutionär.
Flauschig.
Dass Mare am Bass gelandet ist, kommt nicht ganz von ungefähr: Schon sein Vater war Bassist.
Geprägt haben ihn unter anderem Mike Dirnt von Green Day, Chris Barker von Anti-Flag und Tarrant Anderson von The Sleeping Souls.
Bei Freinacht kümmert sich Mare neben den tiefen Frequenzen nach eigener Aussage vor allem um die emotionale Intelligenz. Ob die Band davon ausreichend besitzt, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Zu seinen besten Erinnerungen gehört die After-Show-Party in der Rutsche nach der ersten Hochzeiger-Show.
Auf der Bühne ist „Viva la Vida“ einer seiner Favoriten, daneben gehört für ihn vor allem eines zwingend zu jedem Auftritt: gegenseitiger Trash-Talk beim Auf- und Abbau.
Außerhalb der Band fotografiert Mare und arbeitet an seiner philosophischen Abhandlung:
„Zur Ethik der affektiven Konditionierung – Eine phänomenologische Betrachtung alter Feindbilder in einer technokratischen Medienlandschaft.“
Erscheinungstermin: t.b.a.
Und Freinacht?
Nach kurzer Verarbeitung des Fragenkatalogs lautet die Antwort dann doch: Familie.


Max
Gitarre · Vocals · Technik · organisatorisches Restrisiko
Seit 2009 dabei – oder wie Max sagt: „Seit Anbeginn dieser Katastrophe.“
Mit neun fing er mit Gitarre und Schlagzeug an, mit 14 spielte er in seiner ersten Band.
Heute reicht ihm eine Gitarre pro Auftritt natürlich längst nicht mehr.
Fünf müssen schon mit. Idealerweise wird nach jedem Song gewechselt. Ob das notwendig ist? Nein.
Nebenbei kümmert sich Max um Technik und Organisation. Das bedeutet unter anderem: Bandkollegen beim Einspielen am Mischpult muten, eine Stunde vor Stage Time neue Einstellungen ausprobieren und gelegentlich feststellen, dass der Truck noch keinen Diesel hat.
Musikalisch geprägt von Die Ärzte, Farin Urlaub, The Hives und Musicals. Technik-Nerd, Kreativitätsüberschuss und eine eher überschaubare Fähigkeit, beides stressfrei miteinander zu verbinden.
Legendär bleiben zehn Tage Konfi-Camp: zehn Tage Zeltlager, jeden Abend ein Gig. Praktisch Urlaub – nur ohne Erholung.
Und Halloween 2016: Gig gespielt, zukünftige Frau kennengelernt, zwei Wochen später zusammen. Effizienter war Freinacht als Partnervermittlung seitdem nicht mehr.
Warum er sich das nach all den Jahren noch antut?
„Ich hab keine Freunde.“
Wahrscheinlicher ist allerdings:
Weil dieser Haufen längst Familie ist.
Freinacht ist für Max: „Das Schlimm-Beste, das mir je passiert ist.“
Flo
Drums ·
Antworten folgen irgendwann
Flo sitzt am Schlagzeug.
Mehr gesicherte Informationen liegen der Redaktion aktuell nicht vor.
Bekannt ist lediglich: Er heißt Flo, was die Umstellung nach dem vorherigen Drummer Flo organisatorisch erheblich erleichtert hat.
Seinen Fragenkatalog hat er noch nicht beantwortet.
Ob das an Zeitmangel, Verdrängung oder grundsätzlicher Ablehnung von Selbstreflexion liegt, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Bis dahin bleibt festzuhalten:
Er trommelt. Meistens im richtigen Song.

